Imkerverein Extertal
Ansprechpartner:
Heino Rinne
Rottstraße 3
32699 Extertal
Tel:
0 57 54 - 96 42 87 
e-mail:
imkerverein-extertal@arcor.de

 

                         Samstag, 21.04.2018           11:48:37  

 

 

Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut im Kreis Lippe

 

Nachdem die Amerikanische Faulbrut seit Oktober letzten Jahres im Kreis Lippe als erloschen galt, ist sie nun in Detmold wieder neu ausgebrochen.

Die Allgemeinverfügung 02/2016 zur Festlegung zweier Sperrbezirke im Kreis Lippe
nach § 10 Bienenseuchen-Verordnung mit Anordnung der sofortigen Vollziehung ist veröffentlicht im



Kreisblatt Nr. 40 vom 14.07.2016.

 

 

Die Amerikanische Faulbrut ist eine für den Menschen ungefährliche anzeigepflichtige Bienenseuche. Die Bienenseuche ist eine bakterielle Infektion, die durch das sporenbildende Bakterium "Paenibacillus larvae" hervorgerufen wird. Befallen wird nur die Bienenbrut, erwachsene Bienen selbst erkranken nicht. Die Übertragung der Seuche von Volk zu Volk kann durch fremde Bienen geschehen, die in die durch Faulbrut geschwächten Völker eindringen und sporenhaltigen Honig in die eigenen Waben eintragen. Außerdem ist die Seuche auch durch den Imker selbst durch infizierte Geräte übertragbar. Die Krankheit ist anfangs schwer erkennbar. Zu achten ist zunächst auf eingefallene Zelldeckel der Brutwaben, die nicht nur bei Faulbrut auftreten. Eine frische Infektion zeigt sich durch eine milchige bis kaffeebraune Faden ziehende Beschaffenheit des Brutzelleninhaltes. Später trocknet die schleimige Masse zu einem bräunlichen-schwarzen Schorf ein.
Erkrankte Bienenvölker müssen nach amtlicher Anordnung getötet, Bienenstände und Waben desinfiziert oder verbrannt werden. Unter Umständen kommt die Bildung von Kunstschwärmen in Betracht.

In Sperrbezirken gelten folgende Beschränkungen:

  • Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind amtstierärztlich zu untersuchen. Die Untersuchung ist zwei bis neun Monate nach der Tötung oder Behandlung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker des verseuchten Bienenstandes zu wiederholen.
  • Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.
  • Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.
  • Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden. Ausgenommen hiervon sind nur Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle, wenn sie an wachsverarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnug "Seuchenwachs" abgegeben werden, und Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist.

Für die Untersuchung der Völker im Sperrbezirk entstehen den Imkern keine Kosten.

Soweit der Imker Mitglied in der Tierseuchenkasse ist, leistet diese eine Entschädigung, wenn Völker nach amtlicher Anweisung getötet wurden. Die Mitgliedschaft in der Tierseuchenkasse ist für jeden Imker – unabhängig von der Anzahl der betreuten Bienenvölker – Pflicht!

Mehr über die Amerikanische Faulbrut erfahren Sie hier:


==> Leitlinie zur Bekämpfung der Amerikanischen Faulbrut der Bienen
==> Homepage des Länderinstituts für Bienenkunde Hohen Neuendorf e. V.

 

Quelle: http://www.kreis-lippe.de/Dienstleistungen/Tiere-und-Lebensmittel/Tierseuchen%C3%BCberwachung/index.php?La=1&NavID=2001.388&object=tx|2001.4742.1&kat=&kuo=2&sub=0

 

Karte(n)

der aktuellen Faulbrutsperrbezirke

 

 

 

 

Angst vor der Blauzungenkrankheit & Faulbrut

Lokalzeit OWL | 14.07.2016 | Verfügbar bis 21.07.2016 | WDR

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-angst-vor-der-blauzungenkrankheit--faulbrut-100.html